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1,5 mm Kevlar mit Polyester-Mantel Schnur — Bruchlasttest

1.5 mm Kevlar with Polyester Sheath Cord — Breaking Strength Test

Otto Tromm |

Redakteur: Otto Tromm | Testdatum: 11-4-2026

Eine Kevlar-Schnur mit 1,5 mm Durchmesser ist dünn — dünner als eine Bleistiftspitze. Was diese Schnur im Zugversuch leistet und wie sie im Vergleich zu einer stärkeren Variante abschneidet, macht dieses Testergebnis bemerkenswert.

Was ist die Bruchlast der 1,5 mm Kevlar-Schnur mit Polyester-Mantel?

In unserem Test brach die Schnur bei einem Durchschnittswert von 1,05 kN (107 kg), basierend auf 5 Messungen.

Der höchste gemessene Wert betrug 1,10 kN, der niedrigste 0,98 kN.

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Um welche Art von Schnur handelt es sich?

Es handelt sich um eine 1,5 mm Schnur mit einem Aramid-(Kevlar-)Kern und einem geflochtenen Polyester-Mantel.

Der Aufbau ist funktional: Kevlar liefert die Zugfestigkeit, während Polyester den Kern vor UV-Strahlung und mechanischem Verschleiß schützt.

Ohne Polyester-Mantel degradiert Kevlar bei Sonnenlichteinwirkung rasch. Der Mantel verlängert die nutzbare Gebrauchsdauer erheblich.

Dieser Konstruktionstyp wird in Anwendungen eingesetzt, bei denen ein sehr kleiner Durchmesser mit hoher Zugfestigkeit kombiniert werden muss, beispielsweise in optischen Instrumenten, Kitesurf-Hilfsleinen, Rettungsausrüstungen, technischem Modellbau sowie in Branchen, in denen Gewicht und Raum begrenzende Faktoren darstellen.

Die Schnur ist nicht elastisch. Kevlar weist eine außergewöhnlich geringe Bruchdehnung auf — in der Regel weniger als 4% — was bedeutet, dass sie bei Stoßbelastung praktisch keine Energie absorbiert.

Sie ist für statische oder nahezu statische Anwendungen vorgesehen.

Prüfmethode

Der Test wurde an einer Universalprüfmaschine mit seilspezifischen Klemmen durchgeführt, die für die Messung von Schnüren ohne Spleiß geeignet sind. Die Prüfgeschwindigkeit betrug 20 mm/s. Es wurden fünf Wiederholungen an separaten Längen derselben Schnur durchgeführt.

Vor der Messung wurde keine Vorspannung oder Vorlast aufgebracht.

Die gemessenen Werte stellen die Bruchlast der Schnur im Lieferzustand dar, ohne Knoten oder Verbindungen.

Die Tests wurden so weit wie möglich in Übereinstimmung mit ISO 2307:2019, der aktuellsten Version dieser Norm, durchgeführt.

Ergebnisse

Auf Basis von 5 Tests wurde eine durchschnittliche Bruchlast von 1,05 kN (107 kg) gemessen. Der höchste gemessene Wert betrug 1,10 kN, der niedrigste 0,98 kN.

Die Streuung zwischen den Messungen ist gering: Die Differenz zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Wert beträgt lediglich 0,12 kN.

Während des Tests wurde ein bemerkenswertes Muster beobachtet. Der erste Bruch verlief ungewöhnlich graduell — die Schnur gab schrittweise nach, anstatt abrupt zu versagen.

Bei den vier nachfolgenden Tests war das Bruchverhalten deutlich konsistenter: Vier Messungen ergaben 0,82 kN und eine Messung 0,78 kN am zweiten Bruchpunkt je Messung.

Dies weist auf ein reproduzierbares Bruchmuster im Kern hin, das nach dem anfänglichen Versagen eines Teils des Aufbaus auftritt.

Der bemerkenswerteste Aspekt dieses Ergebnisses ist der Vergleich mit der 2 mm Kevlar-Schnur mit Polyester-Mantel.

Der durchschnittliche Unterschied in der Bruchlast zwischen 1,5 mm und 2,0 mm beträgt lediglich etwa 10 kg. Bei einem Durchmesserunterschied von 0,5 mm ist das eine bemerkenswert geringe Differenz.

Vergleich mit ähnlichen Schnüren

Für dieses Produkt sind keine Vergleichsdaten von anderen Schnüren mit exakt demselben Durchmesser verfügbar.

Bemerkenswert ist: Die 1,5 mm Kevlar-Schnur erzielt Werte, die näher an der 2 mm Kevlar-Schnur liegen, als allein auf Basis des Durchmessers zu erwarten wäre.

Dies macht die 1,5 mm Schnur besonders relevant, wenn Raum oder Gewicht der entscheidende Faktor ist, das Festigkeitsergebnis jedoch nahezu gleichwertig ist.

Wann sollte diese Schnur verwendet werden?

Diese Schnur ist am besten für Anwendungen geeignet, bei denen ein sehr kleiner Durchmesser unbedingt erforderlich ist und gleichzeitig eine Zugfestigkeit von etwa 100 kg benötigt wird. Beispiele hierfür sind:

  • Technische Hilfsleinen in Rettungs- oder Überlebensausrüstungen, bei denen Gewicht und Raum begrenzt sind
  • Verbindungsschnüre in Instrumenten oder Geräten mit engen Durchführungen
  • Kitesurf- oder Kite-Hilfsleinen, bei denen null Dehnung erforderlich ist
  • Industrielle Anwendungen mit begrenztem Raum für eine stärkere Schnur
  • Modellbau und technische Anwendungen, die eine hohe Zugfestigkeit pro mm² erfordern

Die Schnur ist am besten für statische Belastungen ohne Stoß geeignet, in einer geschützten Umgebung oder im Freien mit ausreichendem Schutz durch den Polyester-Mantel.

Einschränkungen

Diese Schnur ist nicht geeignet für Anwendungen mit Stoßbelastung. Kevlar weist eine Bruchdehnung von weniger als 4% auf, was bedeutet, dass ein plötzlicher Kraftimpuls nicht absorbiert wird, sondern direkt zum Versagen führt.

Für die Stoßdämpfung sind Materialien wie Nylon (20–35% Dehnung) deutlich besser geeignet.

Die Schnur ist ebenfalls nicht für den Einsatz mit Klemmen oder Knoten unter hoher Last geeignet. Knoten reduzieren die Bruchlast um 35–55%, wodurch die effektive Festigkeit je nach Knotentyp auf 50–70 kg sinkt.

Bei wiederholter Biegung oder Biegeermüdung verliert Kevlar erheblich an Festigkeit. Diese Schnur ist daher nicht für dynamische oder laufende Anwendungen wie Winden, Flaschenzüge oder häufig bewegte Verbindungen vorgesehen.

Der Polyester-Mantel schützt den Kern vor UV-Strahlung, bietet jedoch keinen vollständigen Schutz bei längerer Exposition im Freien. Überprüfen Sie den Mantel regelmäßig auf Verschleiß oder Beschädigungen, da ein beschädigter Mantel den empfindlichen Aramid-Kern direkt der UV-Strahlung aussetzt.

Alternativen

Polyester-Schnur 1,5 mm: Für Anwendungen, bei denen eine gewisse Dehnung akzeptabel ist (10–15% bei Bruch) und UV-Beständigkeit Priorität hat, ist eine Polyester-Schnur mit vergleichbarem Durchmesser eine praktische Alternative. Die Bruchlast ist geringer, die Schnur bewältigt jedoch dynamische Belastungen und Biegeermüdung besser.

HMPE-/Dyneema-Schnur 1,5 mm: Für maximale Festigkeit pro mm² bei gleichermaßen minimaler Dehnung ist HMPE eine Alternative.

HMPE ist leichter als Kevlar, nimmt kein Wasser auf und weist eine höhere Biegeermüdungsbeständigkeit auf. Der Nachteil: HMPE kriecht unter anhaltender Belastung bei erhöhten Temperaturen (über 60 °C) und verfügt ohne Mantel über keinen inhärenten UV-Schutz.

Fazit

Die 1,5 mm Kevlar-Schnur mit Polyester-Mantel liefert eine durchschnittliche Bruchlast von 1,05 kN (107 kg) bei einem außergewöhnlich kleinen Durchmesser und ist damit für technische Anwendungen geeignet, bei denen Raum und Gewicht entscheidend sind.

Die geringe Differenz von lediglich 10 kg gegenüber der 2 mm Kevlar-Schnur macht diese Schnur besonders effizient für ihren Durchmesser, vorausgesetzt, sie wird in statischen Situationen ohne Stoß- oder Biegebelastungen eingesetzt.

Diese Schnur hier ansehen

Dieser Test wurde von Otto Tromm durchgeführt, der bis heute nicht erklären kann, warum eine 1,5 mm Schnur fast so stark ist wie eine 2 mm Schnur — aber überzeugt ist, dass die Universalprüfmaschine gleichermaßen überrascht war.

Testdaten erhoben von Prorope. Dieser Text wurde mithilfe von KI auf Basis dieser Daten erstellt und auf sachliche Richtigkeit geprüft. Lesen Sie, wie wir testen und veröffentlichen →