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3 mm Kevlar mit neongelber Polyester-Mantel-Seil — Bruchlasttest

3 mm Kevlar with Neon Yellow Polyester Sheath Rope — Breaking Strength Test

Otto Tromm |

Einleitung

Kevlar gilt als eine der stärksten Fasern, die im Seilbau verwendet werden. Doch was geschieht, wenn die Kernkonstruktion der entscheidende Faktor zwischen hoher und überraschend geringer Leistung ist? Diese 3mm Kevlar-Schnur mit neongelbem Polyester-Mantel verwendet eine Kern-Mantel-Konstruktion, die sich von den meisten anderen Kevlar-Schnüren unterscheidet – und die Ergebnisse sind bemerkenswert.

Wie hoch ist die Bruchlast dieser 3mm Kevlar-Schnur mit neongelbem Polyester-Mantel? Im Test brach die Schnur bei durchschnittlich 1,59 kN (162 kg), mit einem höchsten Messwert von 1,64 kN und einem niedrigsten von 1,56 kN, über 5 Tests.

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Zusammenfassung

Diese 3mm Kevlar-Schnur mit neongelbem Polyester-Mantel bricht bei durchschnittlich 1,59 kN (162 kg). Das ist deutlich niedriger als bei anderen 3mm Kevlar-Varianten.

Die Ursache liegt entweder in der Kernkonstruktion – lose Fasern ohne Litzen oder Flechtung – oder in der eingesetzten Kevlar-Menge.
Dies erfordert weitere Untersuchungen.

Geeignet für leichte Anwendungen, bei denen Gewicht und Hitzebeständigkeit wichtig sind, jedoch nicht für Anwendungen, die maximale Zugfestigkeit erfordern.

Um welchen Seiltyp handelt es sich?

Diese Schnur hat eine Kern-Mantel-Konstruktion mit einem Kern aus Kevlar-(Aramid-)Fasern und einem Polyester-Mantel. Der Mantel ist neongelb, was die Schnur im Einsatz gut sichtbar macht.

Der Kern besteht aus losen, geschlagenen Kevlar-Fasern, die alle in dieselbe Richtung verlaufen – es gibt keine separaten Litzen, und die Fasern sind weder geflochten noch um eine zentrale Achse geschlagen.

Kevlar (Aramid) besitzt von Natur aus eine hohe Zugfestigkeit, eine geringe Bruchdehnung und eine gute Hitzebeständigkeit. Der Polyester-Mantel schützt den empfindlichen Kevlar-Kern vor UV-Strahlung, unter der Kevlar ohne Schutz schnell degradiert. Ohne schützenden Mantel verliert Aramid bei längerem UV-Einfluss erheblich an Festigkeit.

Typische Anwendungen für diesen Schnurtyp sind: leichte Befestigungen, Angeln, Modellbau, dekorative oder technische Anwendungen, bei denen Hitzebeständigkeit oder Schnittfestigkeit relevant ist, die Belastung jedoch begrenzt bleibt.

Testmethodik

Die Tests wurden auf einer Universalprüfmaschine mit seilspezifischen Klemmen durchgeführt, die für die Messung der Seilfestigkeit ohne Spleiß geeignet sind.

Die Prüfgeschwindigkeit betrug 20 mm/s. Es wurden fünf Wiederholungen an Proben derselben Schnur durchgeführt. Die Bruchlast wurde als die maximale Kraft bestimmt, der die Schnur vor dem Bruch standhalten konnte. Es wurde keine Vorspannung oder Vorlast angewendet.

Die Tests wurden so weit wie möglich in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der ISO 2307 durchgeführt, der internationalen Norm zur Bestimmung der mechanischen Eigenschaften von Faserseilen.

Testergebnisse

Die durchschnittliche Bruchlast über 5 Tests betrug 1,59 kN (162 kg). Der höchste gemessene Wert war 1,64 kN, der niedrigste 1,56 kN. Die Streuung ist gering: 0,08 kN zwischen dem höchsten und niedrigsten Messwert, was auf konsistente Ergebnisse innerhalb der Testgruppe hinweist.

Beim zweiten Test brach die Schnur nicht vollständig, und es trat kein zweiter Bruch auf – eine Abweichung von den übrigen Tests. Bei Test 5 lag der zweite Bruchpunkt höher als der erste, was bei Seilmaterial ungewöhnlich ist. Dies könnte auf eine lokale Faserbündelung im Kern hinweisen, bei der nicht alle Fasern gleichzeitig belastet werden.

Der niedrige Absolutwert ist bemerkenswert: 1,59 kN für eine 3mm Kevlar-Schnur liegt deutlich unter dem, was von Aramidfasern allgemein erwartet wird. Bei vergleichbaren 3mm Schnüren beträgt der Durchschnitt in der Prorope-Testdatenbank 3,64 kN. Diese Schnur liegt daher etwa 56 % unter diesem Durchschnitt.

Die wahrscheinlichste Erklärung ist die Kernkonstruktion. Der Kern besteht aus losen, geschlagenen Fasern ohne Litzen. Bei einem geflochtenen oder geschlagenen Kern werden die Kräfte auf mehrere Elemente verteilt.

Bei losen, in eine Richtung verlaufenden Fasern gibt es keine gegenseitige mechanische Kopplung, was bedeutet, dass die Fasern nicht gleichzeitig und proportional belastet werden. Das Ergebnis ist eine geringere effektive Bruchlast, als die rohe Faserfestigkeit vermuten lässt.

Vergleich mit anderen 3mm Schnüren

Der folgende Vergleich zeigt, wie diese Schnur im Verhältnis zu anderen von Prorope getesteten 3mm Varianten abschneidet:

Der Unterschied zur 8-litzig geflochtenen Kevlar-Schnur ist besonders groß: 5,85 kN gegenüber 1,59 kN, ein Faktor von 3,7. Selbst die geflochtene Nylon-Schnur ohne Kern ist mit 2,90 kN erheblich fester.

Die Kevlar-Kern-Mantel-Schnur mit zwei parallel geschlagenen Kernen (2,16 kN) liegt näher an dieser Schnur, übertrifft sie jedoch immer noch um 36 %. Die Kernkonstruktion – Litzen, Flechtung oder lose Fasern – hat daher einen entscheidenden Einfluss auf die endgültige Bruchlast.

Wann ist dieses Seil am besten geeignet?

Diese Schnur ist am besten für Anwendungen geeignet, die eine Kombination aus geringem Gewicht, Hitzebeständigkeit und Schnittfestigkeit erfordern, bei denen die Belastung jedoch deutlich unter 1,59 kN bleibt. Beispiele sind:

  • Leichte Befestigungen und Markierungen in technischen oder industriellen Umgebungen
  • Anwendungen, bei denen das Seil Hitze oder scharfen Kanten ausgesetzt ist (der Kevlar-Kern bietet eine höhere Beständigkeit als Polyester oder Nylon)
  • Modellbau, Elektronikinstallationen oder Verkabelungen, bei denen eine dünne, feste und hitzebeständige Schnur erforderlich ist
  • Anwendungen, bei denen die neongelbe Farbe des Mantels die erforderliche Sichtbarkeit gewährleistet

Die sehr geringe Dehnung – charakteristisch für Aramidfasern – macht diese Schnur geeignet für Anwendungen, bei denen die Positionsstabilität unter Last wichtig ist, sofern die Belastung gering bleibt.

Einschränkungen

Diese Schnur ist nicht für folgende Anwendungen geeignet:

  • Hohe Zuglasten: Mit einer gemessenen Bruchlast von 1,59 kN ist diese Schnur nicht für sicherheitskritische oder hebetechnische Anwendungen geeignet. Bei einem Sicherheitsfaktor von 5:1 beträgt die WLL (zulässige Arbeitslast) nur etwa 32 kg.
  • Stoßbelastung: Kevlar hat eine sehr geringe Dehnung (weniger als 4 % beim Bruch). Stoßlasten werden kaum absorbiert. Bei plötzlicher Belastung kann die Schnur abrupt und ohne Vorwarnung versagen.
  • Dynamische oder zyklische Belastung: Aramid verliert bei wiederholter Biegung oder zyklischer Belastung erheblich an Festigkeit. Diese Schnur ist nicht für Anwendungen an Umlenkrollen oder Stellen geeignet, an denen sie sich regelmäßig um einen Punkt biegt.
  • Dauerhaft statische Belastung bei hohen Temperaturen: Obwohl Kevlar hitzebeständig ist, kann der Polyester-Mantel oberhalb von 120 °C verformen.
  • UV-Exposition ohne Mantel: Der Polyester-Mantel schützt den Kevlar-Kern. Beschädigungen des Mantels machen die Schnur anfällig für UV-Degradation.

Alternativen

Wenn die Bruchlast von 1,59 kN für die jeweilige Anwendung nicht ausreicht, sind folgende Alternativen zu erwägen:

  • 3mm HMPE mit schwarzem Polyester-Mantel pro Meter — HMPE (Dyneema) hat das höchste Festigkeits-Gewichts-Verhältnis aller Kunstfasern, liegt bei 3mm Schnüren ganz oben und ist gleichermaßen wasserunempfindlich. Geeignet für Anwendungen, die maximale Festigkeit bei minimalem Gewicht erfordern.
  • Nylon geflochten (Polyamid) (3mm, Spule 100 Meter, Weiß) — Mit einer gemessenen Bruchlast von 2,90 kN bietet diese Schnur deutlich mehr Festigkeit als die Kevlar-Schnur in diesem Artikel. Nylon absorbiert Stoßlasten durch seine hohe Dehnung (20–35 % beim Bruch) und ist daher für dynamische Anwendungen wie Ankerleinen oder Schleppleinen geeignet.

Fazit

Diese 3mm Kevlar-Schnur mit neongelbem Polyester-Mantel ist am besten für leichte, hitzebeständige Anwendungen geeignet, bei denen die Zuglast deutlich unter 1,59 kN (162 kg) bleibt.

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Dieser Test wurde durchgeführt von Otto Tromm

Die Testdaten wurden von Prorope erhoben. Dieser Text wurde mithilfe von KI auf Grundlage dieser Daten erstellt und auf sachliche Richtigkeit geprüft.